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Artikel vom 21.08.2018

Ur-Urenkel von Friedrich-Wilhelm Raiffeisen zu Besuch


Der Urenkel von Friedrich-Wilhelm Raiffeisens Tochter Bertha, Robert Fuchs, und seine Frau Roswitha aus Kempten im Allgäu (vorn 6. und 5. von rechts) weilten auf Einladung von Josef Zolk in Flammersfeld im Raiffeisenhaus und nahmen zusammen mit einer Azubi-Gruppe der Volksbank RheinAhrEifel an einer Führung teil.

Nach einigen Jahren der „Abstinenz“ weilten Robert und Roswitha Fuchs aus Kempten im Allgäu nach ihrem letzten Besuch in der Region, im Jahr 2009, jetzt erneut für einige Tage auf den Spuren der Vorfahren von Robert Fuchs im Westerwald. Die Urgroßmutter des heute 63- jährigen Robert Fuchs, die 1890 verstorbene Bertha, einst jüngste überlebende Tochter des Genossenschaftsgründers Friedrich-Wilhelm Raiffeisen, wurde in Neuwied geboren. Bereits Jahre zuvor besuchte der Vater von Robert Fuchs, Hanns Fuchs mit seiner Frau Viktoria,  den Westerwald. „Durch eine Zeitungsmeldung im Vorfeld zum 100. Todestag von Friedrich-Wilhelm Raiffeisen im Jahr 1988 hatte er erfahren, dass der Verkehrsverein in Weyerbusch, erfolglos auf der ganzen Welt nach direkten Nachfahren von Raiffeisen suchte. Da fühlte er sich verpflichtet, sich zu enttarnen – Raiffeisens Tochter Bertha war schließlich seine Großmutter“, erinnert sich sein Sohn Robert.  Auch Robert Fuchs hat sich sehr mit seinen Vorfahren identifiziert und sammelt heute noch fast alles was ihm über Raiffeisen in die Hände kommt. Darunter auch viele Zeitungsartikel über seine Westerwälder Wurzeln und  Begegnungen. Hanns und Viktoria Fuchs trafen sich im Westerwald, wie auch Robert Fuchs und seine Frau Roswitha, mehrfach mit Lothar und Renate Müller aus Weyerbusch. Dieser verfolgt die Ahnengeschichte  von Friedrich-Wilhelm Raiffeisen ebenfalls sehr intensiv. „Mein Vater und meine Mutter, “ so der heute 63-jährige  Allgäuer Heizungs- und Sanitärbetriebsinhaber Robert Fuchs, „gastierten vor 30 Jahren zum ersten Mal im Westerwald und besuchten auch in Hamm das Raiffeisengeburtshaus. Meine Frau und ich waren danach, zusammen mit den Müllers, ebenfalls mehrmals in der Region unterwegs, unter anderem besuchten wir die Grabstätte von Friedrich-Wilhelm Raiffeisen.“ Im April dieses Jahres streckte mit Josef Zolk, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm Raiffeisengesellschaft und einer der heutigen Raiffeisenbotschafter, seine Flügel auf der Suche nach Fortfahren der Familie von Friedrich-Wilhelm Raiffeisen aus und kam in Kontakt mit der Familie Fuchs in Kempten. Auf Einladung von Josef Zolk schwelgte das Ehepaar aus Kempten jetzt erneut auf den Spuren von Raiffeisen. Unter anderem standen auch Besuche am Raiffeisenhaus in Flammersfeld, einschließlich einer Führung durch Josef Zolk, an Raiffeisens Grab in Heddesdorf, am Geburtshaus der Urgroßmutter Bertha, beim Neuwieder Oberbürgermeister Jan Einig und in Hamm auf dem Programm. Unvergesslich für die Allgäuer bleibt auch das Wiedersehen mit Lothar Müller.  Der Weyerbuscher Ortsbürgermeister Dietmar Winhold hatte das Trio zusammen mit einigen Bürgern aus der Gemeinde nach Weyerbusch zum Kaffeetrinken eingeladen.

 

Text und Fotos: Heinz-Günter Augst

 

Prominenter Kontakt: Auch das SWR- Fernsehen hat Robert Fuchs in die Sendung  „Ich trage einen großen Namen“ eingeladen. Dort stand er zusammen mit dem Winnetou-Darsteller Pierre Brice vor der Kamera – eine aufregende und einmalige Erfahrung“, erinnert sich der Allgäuer.

Fotos: Heinz-Günter Augst